5 Gründe, warum Du aufhören solltest, Fruchtsäfte zu trinken

Gründe gegen Fruchtsäfte
Gastautorin Laura verrät Euch 5 überzeugende Argumente gegen Fruchtsäfte
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Frisch gepresster Saft reinigt ja bekanntlich und mit den ganzen Saftbars, der Werbung für Entsafter im späten Fernsehprogramm und den gelegentlichen Lobhudeleien der Stars, scheint das Thema „Fruchtsäfte“ ein populärerer Trend zu sein, sich mit Energie und Nährstoffen zu versorgen.

Früchte sind gesund und Fruchtsaft ist eine schnelle und bequeme Art, die benötigten Nährstoffe zu trinken, also was könnte an einer täglichen Dosis von Orangen-, Apfel- oder Cranberrysaft falsch sein?

Mehr als Du dir vorstellen kannst!

Während ich persönlich ein Fan von grünen Gemüsesäften und Smoothies bin, enthalten die meisten Fruchtsäfte zu viel Fruchtzucker. Fruchtsäfte enthalten außerdem keine Ballaststoffe mehr, da dieser während der Verarbeitung fast vollständig verloren geht.

Warum es keine so gute Idee ist, zu viel Fruchtsäfte zu trinken, möchte ich Dir heute in diesem Artikel etwas genauer erläutern. Hier sind 5 Gründe, wie Fruchtsaft ernsthaft Deine Gesundheit beeinträchtigt – und warum Du aufhören solltest Fruchtsäfte zu trinken, wenn Dein Ziel eine Gewichtsreduktion ist!

 


 

1. Fruchtsäfte sind im Prinzip nichts anders, als zuckerhaltige Getränke

OK, du hast also deine zuckerhaltige Lieblings-Limo mit Orangensaft ersetzt und denkst, dass es so auf jeden Fall besser ist.

Obwohl ich Dir zur Bemühung applaudiere, ein zuckerhaltiges Getränk wie Limonade oder Cola zu vermeiden, hast Du aber leider etwas „schlechtes“ mit etwas gleichwertig ungesundem ersetzt.

Du tauschst Deine zuckerhaltige Limo mit einer Fruchtsaft-Zuckerbombe. Leider enthalten nämlich die meisten Fruchtsäfte (Bio oder auch Direktsaft) genau so viel Zucker wie Limo, Cola und Co.

Das ist die unbequeme Wahrheit über die angeblich so gesunden Fruchtsäfte. Die meisten Säfte enthalten einen ähnlichen Zuckeranteil wie Süßgetränke, oft sogar noch mit einem deutlichen höheren Kalorienanteil.

Zum Beispiel enthält die durchschnittliche 350 g Limo etwa 35 bis 45 g Zucker. Die gleiche Menge Orangensaft kommt auf etwa 30 g; Apfelsaft liefert circa 40 g und Granatapfelsaft kann mehr als 45 g Zucker enthalten. Das ist einfach eine wahnsinnige Menge an Zucker, die auf einmal konsumiert wird, egal, welche Art von Getränk es ist.

Wenn Dein Ziel eine schlanke Figur ist, solltest du dich nicht nur Fragen: Wie viele Kohlenhydrate am Tag sollte ich maximal zu mir nehmen? Sondern Du solltest auch darauf achten, wie viel Zucker Du am Tag zu Dir nimmst.

Oder besser gefragt… was ist eine akzeptable Menge bei der Zuckeraufnahme? Idealerweise nicht mehr als 10 g pro Tag, was Fruchtsaft sicher vom Tisch nimmt!

 

2. Fruchtsaft muss nicht gekaut werden

Die Umwandlung von ganzen Früchten in Fruchtsaft erfordert eine industrielle Verarbeitung.

Entlang des Weges wird die einmal gesunde Frucht pasteurisiert, pulverisiert, gefiltert, püriert und in massiven Fässern monatelang gelagert, weg sind all die Nährstoffe, die Vitamine und die Ballaststoffe, die die Frucht einst hatte.

Dann pumpt die Lebensmittelindustrie die verflüssigte Frucht voll mit zusätzlichem Zucker. All dieser zusätzliche Zucker treibt Deinen Blutzucker hoch, weil es keine Ballaststoffe mehr gibt, um seine Freisetzung in den Blutkreislauf zu verlangsamen.

Als nächstes bekommst Du den Crash, gefolgt von Hunger und Heißhunger, die Du nicht erleben würdest, wenn Du die ganze Frucht gegessen hättest. Und sei vorsichtig bei cleveren Marketingbehauptungen.

Egal wie man es analysiert, ein Glas Saft – mit „Fruchtfleisch“ oder ohne, bio oder auch anders – ist nicht ernährungsphysiologisch gleichbedeutend mit einer ganzen Frucht, noch wird es das jemals sein.

Denke immer daran, der Fruchtsaftverbrauch ist keine akzeptable Abkürzung auf dem Weg zu guter Gesundheit. Es ist mehr wie eine Schnellstraße zu gesundheitlichen Problemen!

Wenn Du die Alternative hast, nimm also immer ein echtes, ganzes Stück Obst.

 

3. Wie wäre es mit einem großen Glas Herzerkrankungen und Diabetes?

Es gibt noch ein weiteres Problem bei einer Ernährung, die reich an Fruchtsaft ist.

Jüngste Studien haben gezeigt, dass der übermäßige Konsum von Fruchtsäften mit einer erhöhten Insulinresistenz und einem Diabetesrisiko verbunden ist – während der Fruchtkonsum durch ganzes Obst nicht die gleichen negativen Auswirkungen hat.

Fruchtsäfte sind, nach einer Harvard-Studie, nicht besonders vorteilhaft für dein Herz. In dieser Studie berichteten die Forscher, dass täglicher Konsum von zuckerhaltigen Getränken das Herzkrankheitsrisiko bei Männern verstärkt.

Fruchtsäfte fallen unter die gleiche Kategorie der zuckerhaltigen Getränke, so dass mein Rat ist, Fruchtsäfte zu vermeiden, wenn Du Dein Herz, Deinen Insulinspiegel und Deine Taille in Form und bei bester Gesundheit halten möchtest.

 

4. Ich hoffe, du gehst gerne zum Zahnarzt

Wenn Dein Insulinspiegel aufgrund des hohen Zuckerkonsums auf und ab geht und die erhöhte Insulinresistenz, das erhöhte Risiko an Herzerkrankungen und das erhöhte Diabetesrisiko nicht genug Anreiz waren, dann denke zumindest über Deine Zähne nach.

Die Säuren in Fruchtsäften, ganz zu schweigen von den Mengen an Zucker, können einen großen Schaden in unserem Zahnschmelz anrichten, was zu schlechteren Zähnen und Löchern führt, die in kostspieligen Zahnarztbesuchen behandelt werden müssen.

An diesem Punkt musst Du dich fragen, ob Dein Fruchtsaftkonsum wirklich den Schaden wert ist, den Ärger und die Kosten? Ich denke, nicht!

 

5. Wusstest du, dass 12 Orangen gestorben sind, um deinen Orangensaft zu machen?

Mit anderen Worten, es braucht eine Menge von rohen Früchten und Ressourcen, um eine Flasche Saft zu produzieren.

In Anbetracht der Ressourcen, die verwendet werden, um industrielle, landwirtschaftliche Betriebe zu betreiben – die Pestizide, die Millionen von Liter Wasser für die Bewässerung und die LKW’s für all dieses Obst und diesen Saft – gibt dein morgendlicher Saft dem Planet Erde ein gewaltiges blaues Auge.

Wieder einmal musst Du Dich fragen, ob es sich lohnt, der ganzen Umwelt zu schaden, nur für Deine Liebe zu abgefülltem Zuckerwasser?

Gründe gegen Fruchtsäfte

Wie Du deinen Fruchtsaftkonsum einschränken kannst

Für diejenigen, die seit Jahren täglich Saft trinken, ist es leichter gesagt als getan, die Gewohnheit aufzugeben.

Nachfolgend möchte ich Dir also noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie Du Deinen Konsum von Fruchtsäften einschränken kannst und am Ende sogar die Saftflasche ganz aufgeben kannst… zu Deinem eigenen Wohl:

 

  • Kaufe grüne Säfte mit so wenig Obst und Zucker wie möglich. Je weniger Zucker, desto besser.
  • Verringere Deine Dosis. In ein großes Glas fügst du viel Eiswürfel, plus 3 bis 4 Teile Wasser zu 1 Teil Fruchtsaft hinzu.
  • Mache Deinen eigenen Saft. Mische Deine Früchte und füge Wasser hinzu. Lasse die Schale auf der Frucht (es sei denn, es ist eine Banane).
  • Mixe Gewürze wie Zimt und Muskatnuss und ein Tropfen Stevia, wenn nötig, mit hinein.
  • Versuche es mit einem Schnapsglas zur Kontrolle der Portionen. Am Morgen trinkst Du Deinen Orangensaft aus einem 20 ml Schnapsglas und hörst bei einem Glas auf.
  • Werde erwachsen – und wechsle zu Grüntee :) Es ist Zeit. Er schmeckt toll und seine Vorteile für deinen Körper, deine Figur und deine Gesundheit sind enorm.
  • Anstatt Fruchtsäfte zu trinken, solltest Du lieber frisches Obst essen. Auf diese Weise bekommst Du auch die ganzen Ballaststoffe, Antioxidantien, Vitamine und Mineralien, die nur in der Frucht enthalten sind.

 

Anstatt Fruchtsäfte zu trinken, solltest Du lieber frisches Obst essen. Auf diese Weise bekommst Du auch die ganzen Ballaststoffe, Antioxidantien, Vitamine und Mineralien, die nur in der Frucht enthalten sind.

Zusammenfassend kann man sagen, das kleine Mengen Saft für die meisten Menschen noch in Ordnung sind. Doch wir müssen uns klar darüber werden, dass Fruchtsaft tatsächlich sehr ähnlich wie Cola, Limo und die ganzen anderen zuckerhaltigen Getränke ist.

Wie sieht es mit Dir aus? Trinkst Du gerne Saft? Was ist Deine Meinung? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

 


 

Über die Gastautorin Laura Stein:

Dies ist ein Gastbeitrag von Laura Stein. Laura ist Autorin und Bloggerin auf www.foodfitness.de. In ihren Artikeln gibt Sie ihren Erfahrungsschatz aus jahrelanger Tätigkeit als Ernährungscoach weiter, welcher sich auf eine gesunde Ernährung, dem erfolgreichen Abnehmen und Low-Carb-Diäten bezieht.
Mehr über Laura findest Du auf Ihrer Website www.foodfitness.de.

 

7 Comments

  • Hans sagt:

    bitte, wenn man „Studien“ erwähnt nicht die Quelle vergessen.Name und ggf link zur Studie

  • Fidi sagt:

    Hätte man das Pferd von hinten aufgezäumt und mit der Empfehlung für selbstgemachte Fruchtsäfte begonnen, hätte mir der Artikel besser gefallen. Es wurde leider durch die Überschrift nicht klar, dass es sich um eine Warnung vor Fertigsäften aus der Flasche handelt.
    Ich persönlich mag Artikel nicht, die einem vorschreiben, was man tun oder lassen sollte und besonders Artikel, die den Leser belehren, dass sein normales Verhalten „falsch“ sei. Statt also zu sagen, dass man aufhören sollte, Fruchtsaft zu trinken, fände ich es besser, Vorschläge zu machen, wie man seinen Fruchtsaftkonsum gesünder gestalten könnte, also mit dem letzten Artikelabschnitt anzufangen. Man hört ungern, dass man Fehler macht und man wird ungern frustriert, indem einem das normale Verhalten als falsch angeprangert wird. Dagegen freut man sich, etwas verbessern zu können. Hier hätte man mit Empfehlungen über Zubereitung, Zutaten und Häufigkeit der Zubereitung anfangen können und abschließen können mit Argumenten gegen fertige Obstsäfte aus der Flasche.
    Die wäre auf jeden Fall bei mir positiver angekommen.

  • Heike sagt:

    Hallo Laura,
    leider sind die meisten deiner Argumente so überzogen dargestellt und so verallgemeinert, dass ich deinen Artikel nicht ernst nehmen kann.
    Am meisten stört mich der Vergleich Limo / Fruchtsaft. Wenn ich mir oder meinen Kindern ein Glas frisch gepressten Orangensaft aus ungespritzten Bio-Orangen direkt vom Produzenten in Spanien eingekauft reiche halte ich das für eklatant gesünder als ihnen ein Glas Limonade hin zu stellen.
    Punkte 3-5 sind richtig schlecht recherchiert und argumentiert – sterbende Orangen –
    nicht definierte Studien usw.
    Alles Gute,
    Heike

  • Mareen sagt:

    Ja, sehr richtig und toll geschrieben. Ich vermeide auch auf Fruchsäfte. Einfach zu viel Zucker.

  • Manuel sagt:

    Kann ich nur bestätigen…

  • Marek sagt:

    Hallo Laura,

    zunächst einmal möchte ich etwas näher auf deine 5 Gründe eingehen.

    Grund Nummer 1: Du hast mit deiner Behauptung absolut recht, wenn wir von „Fertigsäften“ sprechen. Bei selbst gepressten Säften stimmt deine Aussage nur zum Teil. Wenn beispielsweise ein selbstgepresster Saft aus ca. 30% Obst und 70% Gemüse besteht, enthält der Saft mit 100%iger Sicherheit nicht zu viel Zucker bzw. Fructose. Reine Obstsäfte sollte man sowieso meiden (eben wegen Fructose). Wenn man jedoch das Obst mit Gemüse mixt, ist dieses Problem nicht mehr vorhanden.

    Grund Nummer 2: Wer täglich frisch gepressten Saft zu sich nimmt, steigert die Aufnahme an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Die „Abkürzung“- wie du es nennst besteht darin, dass wir in kürzerster Zeit in der Lage sind unseren Körper mit einer Menge an Nährstoffen zu versorgen, welche wir durch reinen Konsum des Obst und Gemüses nicht bewerkstelligen könnten. Darum geht es bei frisch gepresstem Saft.

    Grund Nummer 3: Bitte genau Quellen zu den Studien angeben. Alles andere ist nicht seriös. Sorry

    Grund Nummer 4: Deswegen sollten wir uns ja auch die Zähne putzen

    Grund Nummer 5: Ich frage mich wirklich ob das dein Ernst ist. Wenn du was über Ressourcenverschwendung lernen willst, beschäftige dich mit der Fleischindustrie. Dieser Punkt ist absolut lächerlich.

    Freue mich auf eine evtl. Antwort von dir

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